„Köche haben die Macht etwas zu ändern“

Euro-Toques und Sarah Wiener rütteln die Branche auf

Sarah Wiener:

„Bisher waren wir Gastronomen vor lauter Business und dem Bemühen Gäste glücklich zu machen, nicht besonders laut“, stellte sie fest. „Und wir haben uns nicht bewusst gemacht, dass wir es sind, die die Kompetenz haben, hier etwas zu verändern. Dass wir es sind, die unmittelbar mit den Produkten und mit der Landwirtschaft verbunden sind!“

 

Gleichzeitig stellte die Köchin und Politikerin aber auch klar, dass den KöchInnen nicht mehr allzu viel Zeit bleibt, einen echten Wandel zu bewirken: „Wir stehen an dritter Stelle der Berufe, die vom Aussterben bedroht sind. Das werden wir nicht verhindern, wenn wir es nicht schaffen, dass wir bei unseren Gästen für die Liebe zum Produkt und zum Beruf, für die Gastfreundschaft und für Qualität, und damit für das Besondere, stehen.“ Dabei betonte sie, dass Qualität nicht bei „Frische“ anfängt, sondern vielmehr bei der Tierhaltung, der Schlachtung, bei der Boden-Bearbeitung, der Behandlung der Pflanzen im Wachstum.

 

Sarah Wiener startet am Freitag, den 16. Oktober um 13.00 Uhr, dem Welternährungstag, mit KöchInnen aus 10 EU-Staaten eine Social Media Kampagne für gutes Essen für Jedermann, einen Aufruf nicht alles zu akzeptieren, was einem die Industrie vorsetzt. #GutesEssen für alle. #

 

Die Euro-Toques verabschiedeten nach dieser Konferenz ein Manifest, in dem sie – auf Basis ihres, seit über 30 Jahren bestehenden europäischen Ehrenkodex, ihre Mitglieder aber auch alle anderen KöchInnen dazu auffordern zu handeln. Sich mit Mut, Leidenschaft und dem Bewusstsein für die eigene Macht dafür einzusetzen, Qualität, gesunde Ernährung und Esskultur wieder zu zentralen Themen unserer Gesellschaft zu machen – über die gesprochen wird, die gelebt werden.

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